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IDC Studie zu Netzwerktransformation: Deutsche Unternehmen wollen mit SDN moderner werden

Veröffentlicht in Allgemein, BI- und IT-Markt

Viele Unternehmen in Deutschland unterschätzen die Relevanz programmierbarer, automatisierbarer und performanter Netzwerke für Digitalisierungs-Technologien wie IoT, Edge Computing oder Multi Cloud. Die Folge: Netzwerke, Netzwerk-Architekturen und das Netzwerk-Management sind weder den aktuellen noch den zukünftigen Anforderungen an Netzwerk-Performance und -Funktionalität gewachsen, das ergab die neue IDC Studie „Network Transformation in Deutschland 2021“. Dennoch zeichnet sich eine gewisse Dynamik ab.

  • Netzwerk-Verantwortliche und ihre Teams sind stark gefordert: Der Bedarf nach mehr Automatisierung und die damit verbundene Entlastung treibt wie das Thema Security auch die Netzwerkmodernisierung voran.
  • In Software Defined Networking (SDN) sehen viele Firmen offenbar die Lösung ihrer Probleme: Rund ein Fünftel optimiert Anwendungsbetrieb, Sicherheit und Compliance sowie die Kosten bereits mit SDN – Tendenz steigend.
  • An Ambitionen mangelt es nicht: In den kommenden 24 Monaten wollen 64 Prozent der Organisationen über moderne, smarte Netzwerkarchitekturen verfügen – eine Zahl, die im Hinblick auf Digitalisierung und Innovationen hoffen lässt.

Die neue IDC Studie „Network Transformation in Deutschland 2021“ gibt einen umfassenden Einblick in die IT-Netzwerke deutscher Unternehmen. Basis der Studie bildet eine primäre Marktbefragung, die IDC im Februar 2021 unter 158 deutschen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern und mindestens fünf WAN-Verbindungen und kritischen Verbindungen in Public Clouds branchenübergreifend durchgeführt hat.

Die Corona-Pandemie dominiert aktuell die Entscheidungen und Aktivitäten vieler Unternehmen und verändert die Priorisierungen von Plänen, Technologieadaptionen und Investitionen maßgeblich. Gleichzeitig streben die Organisationen nach modernen Geschäftsmodellen und den entsprechenden technologischen Voraussetzungen. Netzwerktechnologie ist dabei sowohl im Kontext verbesserter Sicherheit als auch moderner Geschäftsmodelle ein essenzieller Baustein.

Heterogene Wahrnehmung: Kostenstelle vs. Innovations-Enabler

Dennoch wird der Stellenwert des Netzwerks offenbar sehr heterogen bewertet, wie die neue IDC Studie zeigt. Während knapp die Hälfte der befragten Unternehmen das eigene Netzwerk als reine Kostenstelle verbucht und es rein auf Konnektivität reduziert, schreiben ihm die anderen 50 Prozent der Firmen einen transformierenden Charakter zu: hier wird das Netzwerk als elementare Plattform für das Alltagsbusiness und als Innovations- und Business-Enabler gesehen.

Allen gemein ist, dass ihnen die Relevanz von Netzwerken gerade deutlich vor Augen geführt wird. Die verstärkte Nutzung des Homeoffice hat klar gezeigt, wo die Probleme der IT-Infrastruktur liegen. Die gute Nachricht: rund ein Viertel der Firmen modernisiert seine Netzwerke aktuell, ein weiteres Drittel hat das bereits im letzten Jahr erledigt. „Dennoch sind Netzwerke, Netzwerk-Architekturen und das Netzwerk-Management in deutschen Unternehmen in einem bedenklichen Zustand und vielerorts weder den aktuellen noch den zukünftigen Anforderungen an Netzwerk-Performance und -Funktionalität gewachsen, denken wir etwa an IoT, Edge Computing oder Big Data“, sagt Marco Becker, Senior Consultant und Projektleiter bei IDC. „Veraltete Hardware, nicht mehr zeitgemäße Architekturen, intransparente Netzwerke und mangelnde Managementfunktionen sind die Bottlenecks in vielen Organisationen – auch in puncto Security, das zeigt die Studie ganz klar auf.“

Sicherheit und Automatisierung treiben Netzwerkmodernisierung und -transformation

Das Dauerthema Sicherheit ist aus Sicht der Befragten gleichzeitig der größte Treiber für Netzwerkmodernisierungen. Aber auch das Netzwerkmanagement und dessen Automatisierung sorgen für Dynamik: Die Komplexität und die schiere Menge an Daten und Devices ist mit manuellen Ansätzen nur noch schwer beherrschbar und gleichzeitig stellt das manuelle Vorgehen wiederum ein Sicherheitsrisiko dar. Viele Probleme sind also hausgemacht.


Ein Grund dafür ist, dass mehr als die Hälfte der Netzwerke hierzulande gewachsene Landschaften sind, die nur nach dem Best-Effort-Prinzip funktionsfähig gehalten werden oder zumindest Connectivity-Driven sind. Letztere sorgen immerhin für eine optimale End-to-End-Konnektivität, ohne dabei allerdings viel Wert auf die Qualität der Konnektivität zu legen. Die andere Hälfte verfolgt modernere Architekturansätze wie softwaredefiniertes, service-driven oder intent-based Networking, um über die Konnektivität hinaus von Programmierbarkeit, Automatisierung und Intelligenz der Netzwerke profitieren zu können.

SDN als Allheilmittel?

Sind softwaredefinierte Netzwerke die Lösung? Je nach Netzwerkbereich gibt zirka ein Fünftel der Befragten an, in ihrem Unternehmen umfassend SDN umgesetzt zu haben. Kostenoptimierungen (28 %), der bessere Anwendungsbetrieb (27 %) sowie Verbesserungen für Sicherheit und Compliance (25 %) wurden dabei als Hauptgründe genannt. Vorteile kann SDN auch für das Netzwerk-Management bringen. 55 Prozent der Unternehmensnetzwerke werden allerdings noch sehr klassisch gemanagt, das heißt Fehler und Probleme werden erst rückwirkend oder in dem Moment, in dem sie gerade auftreten, behoben. Ein proaktives oder prädiktives Vorgehen findet bislang nur in gut einem Drittel der Unternehmen statt. Das hat natürlich negative Auswirkungen auf die Produktivität der Netzwerk-Teams: Rund drei Viertel der Befragten geben an, dass Management-Tasks kaum noch oder nur mit hohem Aufwand zu bewältigen sind. Ein einfacheres und automatisiertes Netzwerkmanagement ist daher auch für viele Unternehmen (24 %) ein Grund für den SDN-Ansatz, der neue Managementfunktionen bietet und mehr Transparenz und einen besseren Überblick über das Netzwerk und dessen Performance schafft.

Am wichtigsten für die Netzwerktransformation erachten die Befragten daher auch SDN und Netzwerk-Virtualisierung in verschiedenen Facetten: von grundsätzlicher SDN-Architektur, über Network Functions Virtualization (NFV), bis hin zu SD-WAN und SD-Branch für die Standort- und Zweigstellenvernetzung. Hinzu kommen die neuen kabellosen Vernetzungstechnologien wie 5G und WiFi-6, die sich ebenfalls sehr gut mit SDN und NFV kombinieren lassen.

Schwachstelle KPIs und Netzwerk-Performance-Management

Problematisch ist auch der Umgang mit dem Netzwerk-Performance-Management, das in 53 Prozent der befragten Unternehmen nur auf einzelne Devices und alarmbasierte Mindeststandards beschränkt ist. Obwohl eine gute Netzwerk-Performance das Ziel des Netzwerkbetriebs ist, wird seiner Ermittlung also nur in einer knappen Hälfte der Betriebe eine höhere Bedeutung beigemessen: Immerhin 29 Prozent haben ein netzwerkübergreifendes, zentralisiertes Reporting etabliert, weitere 14 Prozent haben sich mit Automatisierung und AI/ML auch schon an vorausschauendes Performance-Management herangewagt. Teil des Problems ist auch der Umgang mit KPIs. Im Schnitt nutzen die Befragten nur ein oder zwei KPIs, um den Erfolg des Netzwerkbetriebs zu bestimmen, was dazu führt, dass die Netzwerkperformance zu einseitig betrachtet wird – beispielsweise nur aus Kundenzufriedenheitssicht oder anhand des Wartungsaufwands. Viele Unternehmen sind dadurch tatsächlich gar nicht dazu in der Lage ganzheitlich einzuschätzen, ob ihre Netzwerk-Performance ausreichend und damit gut aufgestellt für essenzielle Technologien der digitalen Transformation ist.

Wo geht die Reise hin?

Die Befragten zeigen hohe Ambitionen, ihre Netzwerkarchitekturen auf einen modernen Stand zu bringen und mit mehr Intelligenz auszustatten. Während aktuell noch mehr als die Hälfte der Netzwerke relativ rudimentär aufgebaut sind, manuell gemanagt werden und sich mehr oder weniger auf reine Konnektivität beschränken, soll der Anteil an Unternehmen mit fortschrittlichen Netzwerken innerhalb der nächsten zwei Jahre von 44 auf 64 Prozent steigen. Der Fokus liegt dabei auf softwaredefinierten Netzwerken, die es erlauben, den Netzwerkverkehr über ein zentrales Management zu steuern sowie Performanceanforderungen einzuhalten. In einem nächsten Schritt können diese zu Service-Driven Netzwerken weiterentwickelt und am geschäftlichen Alltag ausgerichtet werden, indem Performance- und Funktionalitätsanforderungen an die einzelnen Geschäftsbereiche und ihre Applikationen ausgerichtet werden. Eine Policy- und AI/ML-basierte Netzwerkumgebung, die sich vollautomatisiert an dynamische Anforderungen anpasst, ist offenbar aber noch Zukunftsmusik für die Firmen, wie die Studienergebnisse belegen. Hierfür fehlen häufig noch die technologischen Voraussetzungen, in vielen Fällen ist der entsprechende Bedarf noch nicht vorhanden und einige zweifeln an der Reife und Verlässlichkeit der am Markt befindlichen Lösungen.

Digitalisierungs-Technologien wie Big Data, Hybrid & Multi Cloud, IoT und Edge Computing stehen bei vielen Unternehmen auf der Agenda, doch vielen ist nicht bewusst, welch tragende Rolle programmierbare, automatisierbare und performante Netzwerke für diese Technologien haben – das lässt sich deutlich an den Ergebnissen der Studie ablesen. Hier sieht IDC die Anbieter in der Pflicht, im Sinne einer zügigen Digitalisierung Aufklärungsarbeit zu leisten.

(Quelle: IDC)

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